Donnerstag, 5. Dezember 2013

Das Prinzip .garage

Ja es bereitet mir Freude, Bücher zu lesen und es bereitet mir auch Freude, über das, was ich gelesen habe zu schreiben. Noch glücklicher macht es mich allerdings, wenn ich verkünden kann, dass ein eigenes Buch fertig geworden und nun als eBook im Handel erhältlich ist. Und darum mit Tusch und Trara:


"Das Prinzip .garage" kann seit ein paar Tagen in allen bekannten eBook-Stores erworben werden.


Worum es geht?
Kurz gesagt: Darum wie der Schritt in die Selbstständigkeit gelingen kann.
Dabei ist es kein Ratgeber im herkömmlichen Sinne.
Ich selbst habe lange genug als Coach und Beraterin für Existenzgründer gearbeitet um zu wissen, dass es oft oder gerade die Geschichten von anderen Menschen sind, die uns inspirieren oder motivieren.
Und so kommen in diesem Buch Gründer zu Wort, die den Schritt bereits gegangen sind. Gründer, die das gesamte Auf und Ab vor und während einer Gründung bewältigt haben, um einer Idee Gestalt zu geben, um ihren Traum zu verwirklichen oder um aus der Not der Arbeitslosigkeit eine Tugend zu machen.
Was mich zu diesem Projekt bewegt hat, ist schnell erzählt.
Mich faszinieren die kleinen Geschichten abseits des großen Gründer-Hypes der um millionenschwere Start-Ups veranstaltet wird.
Schau Dich um! Es gibt so viele wirklich tapfere und inspirierende Gründer, die persönliche und finanzielle Risiken eingegangen sind und die damit etwas bewegt haben. Nicht nur in ihrem eigenen Leben.
Mikro-Gründungen sind ein immenser Wirtschaftsfaktor, den die Politiker besonders in den letzten Jahren nicht nur sträflich vernachlässigt sondern sogar geschädigt haben, indem sie mit fragwürdigen Regelungen die Fördermittel für Gründer gekürzt haben. Mit bitteren Folgen für den so oft und gern zitierten "Gründungsstandort Deutschland". Betrug im Jahr 2000 der Anteil der Gründer in Deutschland noch 2,43 Prozent gemessen an der Gesamtbevölkerung, so sank er im Jahr 2012 auf 1,5 Prozent. Dass diese Entwicklung nicht dienlich ist, hat man mittlerweile erkannt. Das ändert aber nichts daran, dass es viele Menschen davon abgehalten hat und immer noch davon abhält, ihre Ideen umzusetzen.

Mit dem Buch wollen wir wieder Mut machen. Denn es zeigt, dass es sich wirklich lohnt, diesen Weg zu gehen! Dass es trotz aller Hindernisse bereichernd ist, etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Alle befragten Gründer möchten diese Erfahrung auf keinen Fall missen - selbst die nicht, bei denen es schief gegangen ist. Es war uns sehr wichtig, auch das zu zeigen. Dass man scheitern kann und dass Scheitern keine Katastrophe bedeuten muss. Im Gegenteil. In unserem Beispiel erwächst daraus etwas Neues, denn wie so oft im Leben öffnet sich eine neue Tür, wenn eine andere geschlossen wird.

Das Buch ist in Gemeinschaftsarbeit mit Thomas Mampel entstanden, der selbst Gründer und heute Geschäftsführer der .garage berlin ist. Daher auch der Titel "Das Prinzip .garage", denn die einzelnen Geschichten erzählen von Gründern, die mithilfe der .garage Gründerzentren in Deutschland gegründet haben.

Und so kommt zum Beispiel die Fotografin Maya Meiners aus Jersbek bei Hamburg zu Wort, die es sich mit ihrer Gründung alles andere als leicht gemacht hat. Aus ihrer Geschichte kann man lesen, wie schwer es manchmal ist, über den eigenen Schatten zu springen oder sich als Freelancer jeden Tag neu zu motivieren. Aber man erfährt auch, wie sinn- und gewinnbringend es ist, seine eigenen Grenzen zu erweitern.
Sascha Merdanovic, der Gründer der Firma Höflich Schokolade erzählt seinen Werdegang und es ist so spannend zu erfahren, wie aus einer launigen Idee heraus letztendlich ein Produkt entsteht und wie er mit diesem - seinem Weg sämtliche Branchenregeln gebrochen hat.
Die Gründerinnen Claudia Rohmann und Sabine Kurmann erzählen über die Gründung ihrer Buchhandlung Seitenreich in Dortmund. Anhand ihrer Geschichte wird deutlich, dass man sich nicht von den Prophezeiungen und Prognosen über die schlechte Wirtschaftslage beirren lassen, sondern besser auf das eigene Können vertrauen sollte.
Das sind nur einige Beispiele.
Wie im Untertitel zu erkennen ist, gibt es zehn verschiedene Gründergeschichten, die jeweils auch einen Schwerpunkt charakterisieren.
Mit dabei sind neben den bereits genannten:

ELBKICK.TV - das Regionalfußball-Portal aus Hamburg
3Q - Qualität in Kitas
Christine Resch - Visagistin für Transgender
Häppies - die fröhlichen Germknödel aus dem Prenzlberg
clettis - die Souvenir-Tags
Ricepipes - die langen Sushirollen, die es leider nicht mehr gibt
Stampfy - die digitale Stempelkarte

Und es gibt ein Extrakapitel - geschrieben von Thomas Mampel, der nicht nur von der Gründung seines Unternehmens - des "Stadtteilzentrum Steglitz e.V." erzählt, sondern darüber hinaus auch noch einen Einblick in die Besonderheiten von Gründungen im sozialen Bereich gibt.
Die Vorworte haben Hajo Winkler - Entrepreneur, Musiker und Vater der .garage-Idee und Dr. Andreas Lutz - Autor und unter anderem auch bekannt als "Mr. Gründungszuschuss" beigesteuert. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!
Alles in allem ein interessantes Buch für jene, die vielleicht schon lange darüber nachdenken, ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Für jene, denen vielleicht noch der letzte Anstoß fehlt und für jene, die es interessiert, wie Unternehmen entstehen, welche Menschen dahinter stecken und welche Wege sie gegangen sind.
Ich bin gespannt und freue mich auf Feedback aus Euren Reihen zu diesem Buch und mache mich derweil mal ans nächste! :-)


1 Kommentar:

  1. Herzlichen Glückwunsch zum "Erstling"! Vielleicht kann er ja in meinem Projekt BaR auf Reisen gehen.
    Herzliche Grüße
    Fred Lang
    www.buch-auf-reisen.de

    AntwortenLöschen